Isle of Man – Sommer 2026

Von Nordirland aus segeln wir Ende Juli über die Irische See zur Isle of Man. Wir haben uns sofort in die wunderschöne Insel und den kleinen Ort Peel verliebt.

🧭 Factsheet

Route: Von Bangor über Peel nach Ardglass
Zeitraum: 30. Juli bis 3. August 2026
Logge: 79 Meilen
Highlights: Delphine am Boot


📍 Unsere Route & Etappen

Etappe: Bangor → Peel

Eigentlich sollte uns heute angenehmer nordwestlicher Wind zur Isle of Man bringen. Um halb 6 – für uns Nachteulen unerträglich früh – sind wir aufgestanden, um den ganzen Flutstrom südwärts nutzen zu können. Aber schnell stellte sich heraus: Es ist mal weniger als gedacht, um die 8 Knoten von Achtern reichen einfach nicht, um TIAMAT halbwegs auf Geschwindigkeit zu bringen. Und die brauchen wir, um das Zeitfenster in Peel zu treffen, zu dem das Flapgate geöffnet ist (± 2 Std. HW) und wir in den Hafen kommen.

Unterwegs bekommen wir zum ersten mal überhaupt Delphine zu sehen. Sie kommen bis ans Boot. Wir sind absolut bezaubert und freuen uns so sehr. Doch sie bleiben nicht lange genug und tun uns auch nicht den Gefallen, für das Video noch einen Sprung zu machen.

Kurz vor Peel setzen wir dann noch die neue Gastlandflagge, denn die Isle of Man ist autonom und nicht Teil des Vereinigten Königreichs. Alles ist zweisprachig in Manx und Englisch. Und sie hat sogar eine eigene Währung: das Isle of Man Pound.

Per Funk fragen wir nach einem Liegeplatz und haben das Glück, einen am Pontoon zu bekommen. Unser Plätzchen ist nahezu ideal. Vom Cockpit aus haben wir einen schönen Blick auf die Hafenstraße mit ihren Restaurants und Pubs. Als wir ankommen, wird gerade am Inselmuseum (House of Manannan) musiziert, gesungen und getanzt. Wir fühlen uns direkt wohl in dieser kleinen bezaubernden Stadt.

Etappe: Peel → Ardglass

Eigentlich hatten wir vor, länger auf der Isle of Man zu bleiben. Neben dem Hafen in Peel gibt es noch ein paar Ankerbuchten (u. a. in Port Erin, Port St. Mary, Ramsay Bay) und einen Tidenhafen in Douglas. Alle anderen fallen trocken. Aber wie so oft macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die kommenden Tage werden ungemütlich und so entscheiden wir uns, wieder zurück nach Nordirland zu segeln.

Aber nach dem wirklich fantastischen Wochenende nehmen wir schweren Herzens Abschied von der Isle of Man. Dass wir irgendwann noch einmal hierher kommen, haben wir uns fest versprochen. Statt Direkt nach Irland zu segeln, laufen wir Ardglass (Nordirland) an. Der Schlag ist kürzer und mit dem angesagten Südostwind auch angenehmer vom Kurs her.

Wir starten bei frischem Südwind mit 20er Böen. Mitten auf der irischen See bekommen wir wieder Besuch von Delphinen. Vor der nordirischen Küste wird der Wind weniger und wir motorsegeln – wenigstens gut getrimmt – zu unserem Ziel. In dem kleinen schnuckeligen Hafen von Ardglass ist glücklicherweise nicht viel los und wir können uns einen schönen Platz aussuchen. Wir werden ein paar Tage hierbleiben und dann geht es weiter nach Dublin.

🗺️ Besondere Erlebnisse & Learnings

  • Delphine ganz nah am Boot beobachten zu dürfen, ist ein wunderbares Erlebnis.
  • Peel ist unser erster Tidenhafen, der nur um das Hochwasser herum anlaufbar ist. Das schöne ist: Ist das „Flapgate“ zu, herrscht im Hafen herrlich wenig Betriebsamkeit. Denn keiner kommt mehr raus oder rein.

⚓ Unser Lieblingsort dieses Törns

  • Peel

💡 Praktische Tipps für Nachsegler

  • An den Gewässern der nordirischen Küste lauern, ähnlich wie überall in UK, starke Gezeitenströmungen. Ein guter Tidenatlas oder wenigstens der Reeds ist unumgänglich. Nicht immer stimmen unserer Erfahrung nach die Strömungsinfos aus Navionics mit der Realität überein.

🖼️ Galerie