Post empfangen unterwegs

Wenn man längere Zeit unterwegs ist, bleibt es meist nicht aus, dass Dinge kaputt gehen und man Ersatz benötigt. Meist versuchen wir in Geschäften vor Ort zu kaufen oder, wenn das nicht geht, die Option »Abholen im Geschäft« zu nutzen. Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, bestellen wir online mit Lieferung. Und das hat vor allem einen Grund: Ohne richtige Postadresse ist das nämlich gar nicht so einfach.

Online Bestellungen und Pakete empfangen

Norwegen

Für Lieferungen von skandinavischen Online-Shops (reine norwegische gibt nicht sooo viele) kann man oft einen Pickup-Point als Lieferort nutzen. Viele Ketten mit kleinerem stationären Sortiment bieten »Hent i Butikk« (Abholen im Laden) an, z. B. Bücher via Ark.no, Elektroartikel von Kjel.no oder Haushaltsartikel von Clas Ohlsen. Wird eine Lieferung mit Postnoord, Posten (Bring), oder UPS verschickt, klappt die Lieferung in einen Supermarkt (Coop/Extra/Bunnpris) mit Postschalter reibungslos. Man braucht zum Abholen noch nicht mal einen Ausweis, nur die Mail mit Abholcode (oder besser die App von Postnord und Posten) und eine Unterschrift genügt. Probleme hatten wir nur mit einer Lieferung mit Fedex aus dem Ausland. Die ging wieder zurück, da Fedex wohl nicht die norwegischen Pickup Points benutzt.

Da wir hier außerhalb des EU-Binnenmarktes sind, wird Zoll fällig, wenn man im Ausland bestellt. Viele Verkäufer haben aber eine sogenannte VOEC Registrierung, sodass die Zollabgabe automatisch abgeführt wird. Wir haben z. B. etwas in Finnland bestellt. Das Paket wurde ganz normal zugestellt und danach mussten wir ein Zollformular ausfüllen und die VOEC-Nummer angeben. Danach war alles geregelt. Normalerweise funktioniert das aber bei VOEC-registrierten Online-Shops aber alles automatisch. Auf www.skatteetaten.no kann man nachschauen, ob ein Shop im VOEC registriert is.

Schweden

Die Paketlieferung in einen Kiosk (Boa) ist möglich (z. B. bei Lieferung über Postnoord). Man gibt bei der Bestellung einfach die Adresse des Kiosk an und seinen Namen (mit c/o). Einfacher sind Amazon-Bestellungen bei amazon.se, wo man den nächsten Coop mit Postschalter direkt auswählen kann.

Kleine Probleme hatten wir mitunter beim Abholen mit dem deutschen Personalausweis. Das Buchungssystem verlangt scheinbar oft die schwedische »personnummer«, aber erfahrene Mitarbeiter können auch mit deutscher ID umgehen. Der Ausweisdokument war aber immer vorzuzeigen.

Niederlande

Hier war die Paketlieferung nicht wirklich ein Problem. In der Regel kann man Bestellungen in das meist ständig besetzte Hafenmeisterbüro liefern lassen (auch hier mit dem c/o und der Hafenbüroadresse) oder der Umleitung in einen Kiosk bzw. Zeitschriftenladen mit Poststelle (Post NL), wie auch in Deutschland. beim Hafenmeister haben wir vorher kurz gefragt und die Erlaubnis eingeholt. Unser netter Hafenmeister aus Medemblik, wo wir den Winter verbracht hatten, brachte uns sogar manchmal die Pakete zum Boot.