🧭 Factsheet
Route: Von Fjällbacka nach Varberg
Zeitraum: 1. bis 30. September 2023
Logge: 141 Seemeilen
Hafentage: 16
Ankertage: 1
Highlight: Väderöarna
📍 Unsere Route & Etappen
Etappe 1: Fjällbacka → Malmön
Den wunderschönen Spätsommertag am 2. September nutzen wir, um zu den Wetterinseln (Väderöarna) zu fahren. Dass wir bei glatter See und Windstille die 8 Meilen motoren müssen, stört bei dem mega Wetter gar nicht. Viele sind auf die Idee gekommen, also ist trotz Nachsaison der Gästehafen voll. Macht nichts, denn hinter der Hauptinsel ist ein kleiner Sund zwischen Stora Hejen und Storö (Koordinaten findet ihr hier) mit Holzstegen am Stein. Dort ergattern wir noch ein Plätzchen und später gesellt sich noch ein Boot mit netten Schweden zu uns ins Päckchen. Am nächsten Morgen ist der Spätsommer abrupt vorbei und das Skagerrak zeigt sein ernstes Gesicht. Der Wind hat gut zugenommen und die Welle auch. Wir können also die 20 Meilen bis Malmön segeln und sind unterwegs schwer beeindruckt von Wellenkämmen auf Augenhöhe. Dieses Mal liegen wir im schönen Fiskehamnen, wo wir warten, bis es weniger bläst.

Etappe 2: Malmön → Gullholmen
Zwei Tage später geht es weiter die Küste runter. Wir nehmen jetzt alles mit, was im Sommer zu voll ist für unseren Geschmack. An Lysekil vorbei geht es ins fast schon legendäre Bassholmen. Statt für den Anleger entscheiden wir uns für die Boje ganz in der Nähe und fahren mit dem Dinghy zum Ufer, um die Insel zu erkunden. Gerade als wir am Hafen sind, kommt ein Boot eingelaufen, das uns bekannt vorkommt. Es ist die Magic Carpet mit Maya und Aladino, deren YouTube Kanal wir schon lange folgen. Wir lassen sie in Ruhe anlegen und schnacken kurz mit Aladino. Am Tag darauf geht’s weiter nach Gullholmen. Eine schöne Insel, aber der Hafen taugt nicht so viel. Der Steg ist nicht gut in Stand, die Sanitäranlagen so lala. Wir sind noch von Malmön verwöhnt.

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Etappe 3: Gullholmen → Marstrand
Gleich am nächsten Tag brechen wir wieder auf zum Hermanö gleich in der Nähe. Hier liegen wir lieber in der Natur in der ruhigen Bucht. Mit dem herrlichen Westwind am nächsten Tag segeln wir nach Skärhamn. Ein nettes kleines Örtchen, aber unser Hafenplatz direkt an der Kade ist nicht ideal. Aber für die nächsten zwei Tage geht es. Denn dann soll es nach Marstrand gehen. Auch das ist im Sommer gut voll. In der Nachsaison hat man hier ein schönes ruhiges Plätzchen, zahlt wenig und hat trotzdem um diese Zeit (Mitte September) noch geöffnete Restaurants und Läden. Wir verabreden uns mit Bert und Marlene Frisch vom Trans Ocean e.V. zu Kuchen und Kaffee in der absolut empfehlenswerten Bergs Bageriet. Während der drei Tage hier erkunden wir die Insel. Ein wirklich toller Wanderweg einmal herum.

Etappe 4: Marstrand →Donsö
Wir segeln weiter noch ein letztes Mal entlang der Bohuslän Küste und durch den Schärengarten Göteborgs nach Donsö. Bei einer Engstelle, die zusätzlich noch ziemlich flach ist (südlich von Stysö) halten wir kurz den Atem an, schaffen es aber ohne aufzusitzen. Auf Donsö müssen wir mal wieder einen Sturm abwettern. Ganze acht Tage liegen wir hier. Damit es uns beim Sturm nicht wegfliegt und weil wir es vorerst wohl eh nicht mehr brauchen, packen wir das Dinghy zusammen und verstauen es in unser Garage (Achterkoje).
Rundschlingen
Praktisch und günstig: Wir benutzen diese Schlingen nicht nur, um unsere Federn am Steg festzumachen. Gerade wenn es am Steg nur rostige Ringe gibt, nehmen wir lieber die als unsere Festmacher.
Etappe 5: Donsö→Varberg
Unsere nächste Etappe führt uns durch bekanntes Terrain. Wir segeln über Mönster, wo wir noch mal an der Boje übernachten, nach Bua, wo wir zum ersten Mal schwedisches Land betreten haben. Da wir hier jetzt schon zum dritten Mal sind, fühlen wir uns schon fast wie beim Anlaufen unseres Heimathafens. Rund drei wunderschöne Monate an der westschwedischen Küste gehen so langsam zu Ende. Am übernächsten Tag machen wir uns nach der Arbeit auf Richtung Varberg. Die alte Festungsstadt hat uns gut gefallen. Der Hafen und vor allem die Duschen waren der absolute Hammer. Fast wie ein Spa.
🗺️ Besondere Erlebnisse & Learnings
- einige nette und interessante Menschen getroffen
- Wir kreuzen unser Fahrwasser vom Juli.
- Wir segeln leichtfüßig durch die schwedische Schärenwelt. Vor einem Jahr hätten wir das noch nicht gewagt.
⚓ Unser Lieblingsort dieses Törns
- Väderöarna (Wetterinseln)
💡 Praktische Tipps für Nachsegler
- In Marstrand und Varberg kann man die Waschmaschine und den Trockner kostenfrei nutzen.
- Von Donsö aus kann man mit der Fähre und dem Bus auch einen schönen Ausflug nach Göteborg machen.
- Ab September dürfen die Schweden eigene Krabbenpötte auslegen. An einigen Stellen sieht es aus, wie das Ikea Bällebad. Also vorsichtig fahren.
🖼️ Galerie














